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Weltneuheit von DeepOptics: Adaptive Linsentechnologie 32°N

06.07.2021

Douglas Adams hatte mit einer Sache recht: Coole Gadgets wie Hoverboards, Hologramme und Smart Glasses signalisieren, dass die Zukunft näher ist, als wir denken. Wir schauen durchschnittlich 58 Mal am Tag auf unser Telefon. Das kann bedeuten, dass in diesem Sommer 2,1 Milliarden Menschen, die ohne Brille nahe gelegene Objekte nicht scharf sehen können, alle 12 Minuten zwischen Lesebrille und Sonnenbrille wechseln werden.

Um diesem Umstand abzuhelfen, bringt jetzt DeepOptics eine proprietäre adaptive Linsentechnologie 32°N auf den Markt, die erste und einzige Sonnenbrille mit adaptivem Fokus. Und bietet damit einen Einblick in die Zukunft der intelligenten Sonnenbrille. Mit einem einfachen Wisch wechselt die Brille zwischen dem «Szenemodus» und dem «Lesemodus», der aktiv zum Lesen korrigiert, basierend auf einem Abonnement, das der Nutzer in einer dafür vorgesehenen App ausfüllt. Die 32°N Shades sind eine kostenpflichtige Lösung, die eine proprietäre pixelierte Flüssigkristalltechnologie verwendet, die den schnellen Wechsel ermöglicht. DeepOptics wird dabei vom international agierenden Brillenhersteller Essilor unterstützt.

32°N kann dynamisch zum Lesen korrigieren und dient gleichzeitig als funktionale Sonnenbrille. Die Brille ahmt das natürliche menschliche Sehen nach und ermöglicht es dem Benutzer, nahtlos zwischen dem «Lesemodus» für die Nahsicht und dem «Szenemodus»» für die Fernsicht zu wechseln. 32°N adressiert die Bedürfnisse von Menschen mit Presbyopie, der altersbedingten Abnahme des Nahsehens – statt zwischen Sonnen- und Lesebrille wechseln zu müssen und ohne die schwierigen Kompromisse von Gleitsichtgläsern und Bifokalgläsern. Zu den Investoren von DeepOptics gehören einige der bekanntesten Akteure in der Brillen- und Technologiebranche, Essilor und Samsung Ventures.

Weltweit gibt es 1,8 Milliarden Menschen mit Presbyopie, was sich auf die Unfähigkeit bezieht, auf nahe Objekte zu fokussieren. Die Augenerkrankung tritt typischerweise bei Menschen über 45 Jahren verschlimmert sich progressiv. Presbyopie kann nicht rückgängig gemacht werden, wird aber häufig mit mehreren Brillen korrigiert, vor allem im Freien. Alternative Ansätze zur Lösung der Presbyopie sind Gleitsichtgläser und Bifokalgläser, die jeweils ihre eigenen Einschränkungen haben. Wie viele Verbraucher bestätigen können, kann das Wechseln zwischen Sonnenbrille und Lesebrille ermüdend sein, wenn man bedenkt, dass diese im Durchschnitt täglich bis zu 58 Mal auf ihr Handy schauen. Genau da kommt 32°N ins Spiel.

Die 32°N-Sonnenbrille verfügt über verpixelte Flüssigkristall (LC)-Schichten, die in winzige Pixel aufgeteilt sind, die sich an jedem Punkt des Panels drehen können. Wenn der Benutzer darüber wischt, aktiviert er den winzigen Prozessor, der im Bügel der Brille eingebettet ist. Der Prozessor errechnet die persönlichen Daten des Benutzers und sendet diese Daten, um die gewünschte Brillenglasvorschrift zu bilden. Millionen von winzigen Pixeln im Inneren der Linse ändern ihren elektrischen Zustand entsprechend den neuen Daten, um die Linse zu formen und das nahe Objekt in den Fokus zu bringen. Völlig geräuschlos und ohne zusätzliches Gewicht oder bewegliche Teile ermöglicht die LC-Linse von DeepOptics eine unbegrenzte Anzahl von dynamischen, hochwertigen Linsen, die jederzeit gewechselt werden können. Ähnlich wie bei Mobiltelefonen oder Bluetooth-Ohrstöpseln hält jede volle Ladung des 32°N einen ganzen Tag lang. Im Gegensatz zu konkurrierenden Lösungen benötigt 32°N keine Anpassungszeit.

«Wir sind auf einer Mission, das menschliche Sehen durch dynamische Optik zu verbessern», sagt Yariv Haddad, der CEO und Mitbegründer von DeepOptics. «Alterssichtigkeit ist ein Problem, von dem sehr viele Menschen betroffen sind, und zwar für einen Grossteil der Zeit. 32°N ist das erste Produkt, ein erstes Ziel von mehreren auf unserer Roadmap. Es wurde entwickelt, um eine nahtlose technologische Lösung für ein Problem zu bieten, das sehr viele Anwender betrifft. Wir glauben, dass der schnellste Weg, unsere Technologie in die Hände von Verbrauchern zu bringen, ein Crowdfunding auf Kickstarter war.»

«Essilor ist stolz darauf, seit mehreren Jahren mit Deep Optics zusammenzuarbeiten, um intelligente Brillenlösungen zu entwickeln, die sich an die Umgebung und die Bedürfnisse des Nutzers anpassen», sagt Denis Cohen-Tannoudji, Senior Vice President Smart Vision Solutions bei Essilor. «Wir freuen uns über die Markteinführung von 32°N durch das Unternehmen und unterstützen dieses Projekt gerne mit unserem Engineering- und Design-Know-how.»

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