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Diverses

Schutzmasken im Eigenbau

08.04.2020

Was, wenn bei der Arbeit «Social Distancing» nicht immer möglich ist? Die Nonkonformer GmbH fertigt lokal einen Gesichtsschutz gegen Tröpfcheninfektion. Das Produkt ist geeignet für Menschen, die im Alltag andere Menschen behandeln (Ärztinnen oder Pflegende), beraten (Detailhandel) oder in Gruppen arbeiten (Bau, technische Berufe). Das Produkt ist auch für Brillentragende geeignet und mit Schutzmaske kombinierbar. Aus rezykliertem PET hergestellt, wird der Gesichtsschutz in Spreitenbach gefertigt. Er ist widerverwendbar und kann nach jedem Gebrauch mit Alkohol oder Seife desinfiziert und gereinigt werden.

Unter einem Dach vereint Nonkonformer traditionelles Handwerk und zukunftsweisende Technologien.  Die Dienstleister realisieren Projekte in 2D und 3D, von Klein- bis Grossformat, vom Einzelstück bis zur Serie. Als Team von Fachkräften für Gestaltung und Fertigung gehen die Lösungen des innovativen KMU über das Naheliegende hinaus. Normalerweise stellt das Unternehmen Produkte her, die im Messebau und bei Veranstaltungen benötigt werden.  «Ideen Form geben», lautet das Motto. Aufgrund der Corona-Krise hat es nun die Produktion auf Schutzschilde für das Gesicht umgestellt.

Der Faceprotector schützt vor Tröpfcheninfektion

Der Schutzschild des Faceprotectors wird aus transparentem und wiederverwertbarem PET, Kunststoff, Schaumstoff und Gummi hergestellt. Das Visier ist an das Gesicht anpassbar und bietet durch seine Form auch an den Seiten Schutz gegen Tröpfcheninfektionen. Der Faceprotector ist für Brillenträger geeignet und funktioniert auch, wenn eine zusätzliche Schutzmaske getragen wird.



Mit dem Faceprotector richtet sich Nonkonformer insbesondere an Ärzte, Spital- und Pflegepersonal, Spitex-Mitarbeitende, Physiotherapeuten, Verkaufspersonal im Detailhandel, Mitarbeitende im Kurierdienst, Service- und Bauarbeiter sowie die Polizei und auch das Militär. Der Faceprotector dient grundsätzlich jeder Person als Schutz während der Corona-Krise. Er ist zudem nach einer Desinfektion mehrfach verwendbar. «Wir sind stolz, hier in der Schweiz flexibel und schnell produzieren zu können»“, weist die Nonkonformer GmbH in einer Mitteilung auch auf den Standortvorteil hin.

Der Faceprotector kostet als Bausatz SFr. 12.–, fertig montiert SFr. 16.90  (plus MWSt und Versand).

Nonkonformer GmbH, Kesselstrasse 15, 8957 Spreitenbach, nonkonformer.ch

In Eigeninitiative einen Gesichtsschutz konstruiert

Auch Augenoptiker Röcken aus Essen-Borbeck / DE hat das Problem: Wenn sich seine Mitarbeiter vom Kontaktlinsen-Notdienst um die Kunden kümmern, kommen sie ihnen natürlich sehr nahe. Was also angesichts des Coronavirus tun? «Da geeignete Mittel nicht mehr zur Verfügung stehen, haben wir in Eigeninitiative einen Gesichtsschutz konstruiert», erklärt Geschäftsführer Peter Seidel.

«Montagmorgens kam mir die Idee: Wenn es das nicht gibt, muss ich es selbst herstellen». Mittlerweile fertigen er und seine Mitarbeiter den Gesichtsschutz in Eigenarbeit an und versorgen auch Ärzte und Pflegekräfte mit den selbst gebauten Masken. «Da wir deutlich mehr fertigen können als es unser Bedarf ist, möchte ich diesen wichtigen Schutz auch anderen anbieten, die sich in einer ähnlichen Lage wie wir befinden und sich für die Allgemeinheit einsetzen», erklärt der Optiker aus Borbeck. Damit auch größere Anfragen von Krankenhäusern und anderen Einrichtungen versorgt werden können, will Peter Seidel seine Schutzmasken demnächst maschinell produzieren lassen 150 Schutzmasken hat das Team von Optik Röcken bisher produziert. Nach Seidels Angaben benötigt es viele einzelne Arbeitsschritte, um die handverarbeiteten Produkte vollständig fertig zu stellen. «Allein die Materialbeschaffung ist zurzeit sehr schwierig, die Lieferung dauert», erklärt Seidel. «Mit drei Mann schaffen wir etwa 30 Masken pro Tag». Das Team benötigt für die Herstellung Macrolon, ein Polycarbonat, Schaumstoff und Gummiband. Kaufen kann man die handgefertigten Masken für jeweils 49,50 Euro bei Optik Röcken in Essen.


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