Messen

Hall of Frames 2020 stand im Zeichen von Corona

07.10.2020

Am 14. September schloss um 16 Uhr die diesjährige Hall of Frames (HOF) ihre Tore in der ehemaligen Papierfabrik im Zürcher Sihlcity. Mehr als 40 Brillenbrands und fünf Partnerfirmen haben während zwei Tagen eine beeindruckende Vielfalt an schönen Brillen, trendigen Produkten und zeitgemässen Serviceleistungen geboten.

Im aktuell noch immer stark vom Thema Corona geprägten Umfeld eine Messe zu veranstalten, brachte einige Herausforderungen mit sich. Die Veranstalter sahen sich in der Pflicht, die Sicherheit aller AusstellerInnen und BesucherInnen durch ein umfassendes Sicherheitskonzept zu gewährleisten. Auch wenn der Kanton Zürich kurze Zeit vor der Durchführung der Messe die Sicherheitsbestimmungen verschärfte und deswegen das Tragen von Gesichtsmasken für alle Messeteilnehmer obligatorisch wurde, trat der schlimmste Fall zum Glück nicht ein: die Absage der Messe aufgrund von verschärften kantonalen Bestimmungen.

Starkes Interesse auch aus dem Ausland
Die Umsetzung des Sicherheitskonzepts hat sehr gut funktioniert, vom Tragen der Masken über die zur Verfügung gestellten Desinfektionsgeräte für die Brillenfassungen bis hin zum One-Way-System. Dank Letzterem konnte zudem sichergestellt werden, dass die BesucherInnen jeden Stand passiert haben. So hat die HOF den Beweis erbracht, dass die Durchführung einer kleinen Fachmesse auch in Corona-Zeiten durchaus möglich ist. Für die Branche ist die Tatsache, dass die HOF unter diesen besonderen Umständen überhaupt durchgeführt werden konnte, ein starkes positives Signal. Insbesondere im Ausland stand die diesjährige HOF unter besonderer Beobachtung und es gab viele Komplimente für den Mut, die Messe auch in diesen unsicheren Zeiten durchzuführen. Das ausländische Interesse an der HOF zeigte sich auch an der Anzahl ausländischer Aussteller, welche in diesem Jahr deutlich höher war als in der Vergangenheit.

Enorme Vielfalt, spannende Newcomer
Die Vielfalt der gezeigten Formen, Farben und Materialien war enorm, sowohl bei Korrektur- als auch Sonnenbrillen. Die Kreativität der Brillendesigner scheint unerschöpflich. Es ist nicht ganz einfach, bei den präsentierten Kollektionen klare Trends auszumachen. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Formensprache wieder klarer wird: eckiger, flacher und breitrandiger.

Zum Kern der Aussteller gehören unabhängige Brands und Nischenanbieter. Auch in diesem Jahr gab es wieder einige Aussteller, die trotz Corona zum ersten Mal dabei waren, wie etwa die französische Marke Lunettes ALF, das spanische Label Parafina Eco-Friendly Eyewear und Covrt Project aus Grossbritannien. Aus der Schweiz waren einige spannende Newcomer wie Fassungswerk oder Feller mit den beiden Marken Feller Frames und Popcorn am Start. Der Trend für Brillen aus dem 3D-Drucker scheint ungebremst. Dieses Segment wurde durch You Mawo und Klenze & Baum abgedeckt.

Gelebte Nachhaltigkeit
Dem Thema Nachhaltigkeit hat sich neben der HOF auch die Brillenmanufaktur Parafina Eco-Friendly Eyewear verschrieben. Die Fassungen des Labels werden zu 100% aus recyceltem Material hergestellt. Zudem führt die Firma ein Sozialprojekt, welches bedürftigen Kindern den Zugang zur Schule ermöglicht.

Bezüglich Nachhaltigkeit hat die HOF die gesteckten Ziele erreicht: Abgesehen von ein paar leeren Kartonschachteln, Flaschen und Broschüren, die allesamt dem Recycling zugeführt wurden, fiel nur ganz wenig Abfall an. In der Nachbereitung der Messe wird das durch die Veranstaltung produzierte CO2 über die Plattform myclimat.org kompensiert. Die Veranstalter sind stolz darauf, dass die HOF in diesem Jahr zum ersten Mal vollkommen klimaneutral durchgeführt werden konnte.

 

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