Coronavirus: Vorsichtsmassnahmen für Augenoptiker und Optometristen

Das Coronavirus hat auch die Schweiz und unsere Nachbarstaaten erreicht. Augenoptiker und Optometristen haben häufigen Kontakt mit anderen Menschen. Grund genug, um für sich und seine Mitarbeiter ein paar vorbeugende Strategien zu überlegen. Mit heutigem Tag (9. März, 12 Uhr) sind in der Schweiz 312 bestätigte Ansteckungen mit dem CoVID-19 Virus gemeldet, Tendenz (noch) zunehmend.

Wie sich die Krankheit weiter ausbreiten wird, kann derzeit nur schwer abgeschätzt werden. Eines der weltweit ersten Todesopfer war der Augenarzt Li Wenliang, der im Spital von Wuhan einen Glaukom-Patienten behandelte und sich von ihm mit dem Coronavirus angesteckt hat. Ohne in Panik zu verfallen, ist es angebracht, auch im augenoptischen und optometrischen Alltag über einige Verhaltensmassnahmen nachzudenken.


Bei der Übertragung können neben den Sekreten aus dem Atmungstraktes und dem Speichel auch Ausscheidungen und Körperflüssigkeiten wie Blut, Rippenfellflüssigkeit und Gelenkspunktate infektiös sein. So verbreitet ein Erkrankter beim Husten oder Niesen eine feine Wolke an Tröpfchen in seiner unmittelbaren Umgebung, die sich auch auf Objekten wie der Messbrille niederschlagen können.

How To Protect Yourself Against COVID 19


Laut BAG sollen gesunde Menschen keine Hygienemasken tragen (chirurgische Masken, OP-Masken). Sie schützen nicht effektiv vor einer Ansteckung mit Viren der Atemwege. Ausgenommen von dieser Empfehlung sind Arbeiten, bei denen die Mitarbeitende aus anderen Gründen eine Maske tragen müssen, zum Beispiel Gesundheitspersonal oder Betreuungspersonal von gesundheitlich gefährdeten Menschen.


Vorsichtsmassnahmen zur Risikominimierung

 

  • Vermeiden Sie nach Möglichkeit einen zu engen Kontakt zum Kunden, halten Sie so gut wie möglich Abstand. Einige Quellen empfehlen das Einhalten eines Mindestabstandes von ein bis zwei Metern von krankheitsverdächtigen Personen (was jedoch im direkten Kundenkontakt vom Augenoptiker oder Optometristen eher schwierig einzuhalten sein dürfte).
  • Verzichten Sie nach Möglichkeit auf das Händeschütteln. Nach etwaigem Handgeben möglichst umgehend die Hände waschen oder desinfizieren. Waschen Sie Ihre Hände effizient, wie im Video gezeigt.


 

  • Allgemein zwischendurch immer wieder Hände waschen. Handdesinfektion ist erwiesenermassen der beste Schutz vor Ansteckung. Die WHO rät zur Reinigung mit Desinfektionsmittel, wenn die Hände nicht sichtbar verschmutzt sind. Dies ist schneller, effektiver und verträglicher für die Haut.
  • Das Coronavirus kann sich auch dann auf Sie übertragen, wenn Sie ein mit dem Virus kontaminiertes Objekt berühren und danach Ihren Mund, Ihre Nase oder Ihre Augen berühren. Unterlassen Sie es deshalb, an Ihre Augen zu greifen oder die Augen zu reiben. Berühren Sie möglichst nicht Ihren Mund und Nase, ohne zuvor eine Handdesinfektion durchgeführt zu haben.
  • Vermeiden Sie, bei Refraktionen, Kontaktlinsenanpassungen oder ähnlichen Tätigkeiten «nahe am Kunden» direkt in Front zu sitzen. Nutzen Sie eher eine seitliche Position, damit Sie im Fall von Niesen oder Husten nicht im Zentrum der Tröpfchenwolke sind.
  • Reinigen und Desinfizieren Sie besonders gewissenhaft nach jedem Kunden die berührten bzw. in Kontakt gebrachten Oberflächen. Insbesondere Instrumente wie Spaltlampe, Messbrille, Messgläser und Pupillendistanz-Messgerät. Idealerweise auch Gegenstände wie Brillenfassungen, Tischplatten, Türklinken und Armlehnen. Lüften Sie regelmässig das Geschäftslokal.[
  • Lassen Sie auch im privaten Bekanntenkreis etwas mehr Vorsicht walten, insbesondere bei Personen die eben von Reisen betroffener Gebiete zurückkehren. Enge Begrüssungsrituale vermeiden.


In diesem Fall ist von einer  augenoptischen Versorgung abzuraten:


Falls ein der nachfolgenden Frage bejaht werden sollte, ist von einer augenoptischen Versorgung abzuraten. Mitarbeiter sollten angewiesen werden, bei ersten Anzeichen einer Erkrankung und erhöhter Körpertemperatur über 37,3° zu Hause zu bleiben. Arbeitnehmer sind übrigens verpflichtet, dem Arbeitgeber eine Infektion mit dem Coronavirus bekannt zu geben.

  • Waren Sie in den letzten 14 Tagen in einem der folgenden Gebiete der Kategorie 1 (auch wenn Sie keine Symptome haben)? Wuhan und die Provinz Hubei (China), Iran, Daegu oder Cheongdo (Südkorea), jede italienische Stadt, die aus Infektionsschutzgründen abgeriegelt ist. Oder Sind Sie in den letzten 14 Tagen in eines der folgenden Gebiete der Kategorie 2 gereist und haben Husten, Fieber oder Kurzatmigkeit (auch in einer leichten Ausprägung)? China, Hong Kong, Japan, Kambodscha, Laos, Macau, Malaysia, Myanmar, Norditalien, Singapur, Südkorea, Taiwan, Thailand, Vietnam. 
  • Neu hält das BAG fest: «In fast allen Regionen der Welt besteht das Risiko einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus. Deshalb definieren wir seit 9. März 2020 keine <betroffenen Gebiete> mehr.»
  • Waren Sie in engem Kontakt mit jemandem, bei dem eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigt wurde?
  • Wurde Ihnen geraten, sich selbst zu isolieren bzw. unter Quarantäne zu stellen?


Gute und seriöse Informationsquellen zum Coronavirus finden Sie unter anderem auf der Website des BAG unter diesem Link

 





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