Auf dieser Seite werden Cookies verwendet. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert Inhalte und Werbung anzuzeigen. Indem Sie die Seite nutzen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Weitere Infos

OK
Business

Schweizer Wirtschaft scheint den Turnaround geschafft zu haben

07.09.2021

Optimistische Stimmung herrscht am Treffen der Schweizer Unternehmen in Interlaken. Die Flaute wegen der Pandemie ist vorbei. Die Stimmung am diesjährigen SEF ist positiv, teilweise gar euphorisch.

Der Kontrast zum letzten Jahr ist frappant: Drückte damals noch die Sorge um die gravierenden Folgen der Pandemie auf die Stimmung, ist sie nun grossmehrheitlich positiv.
Teils sogar fast euphorisch – beispielsweise bei Martin Hirzel, dem Präsidenten des Industriebranchenverbandes Swissmem: «Die Geschäftslage der Schweizer Industrie ist ausgezeichnet. Alle Indikatoren zeigen aufwärts: mehr Aufträge, mehr Umsätze, mehr Exporte.» Oder Eric Schmid von Elevate Partners, der Neulingen in der Firmenwelt zu Kapital verhilft, sagt: «Die Start-up-Szene ist am Turnaround. Es gibt Rekordfinanzierungen. Die Leute verweisen auf 1999 oder die Zeit kurz vor 2008.» Es gebe zurzeit Schweizer Firmen mit Bewertungen von mehr als einer Milliarde Franken.


Künstliche Intelligenz im Homeoffice nützlich
Einige sind gar regelrechte Krisengewinner: Zu ihnen gehört Marc Vontobel von Starmind, der mit einer Software die Zusammenarbeit unter Angestellten eines Unternehmens vereinfachen will. «Die künstliche Intelligenz lernt automatisch, wer was in einem grossen Unternehmen weiss. Sie bringt die Leute, die eine Frage haben, mit denen zusammen, die eine Antwort haben. Dadurch ist diese Technologie gefragter denn je.»

Krisengewinner ist auch Oliver Hauri von Haworth. Er richtet Büros ein. Zu Beginn der Pandemie kämpfte auch er mit Problemen, Bauarbeiten wurden sistiert. Aber Corona mit dem breitflächigen Homeoffice hat seinem Geschäft Schub verliehen: «Weil das erste Mal seit 25 Jahren – seitdem ich in dieser Branche arbeite – in der breiten Öffentlichkeit thematisiert wird, wie wir eigentlich arbeiten wollen, warum wir überhaupt ins Büro gehen und was digital möglich ist.»


Lieferengpässe beim Material
Es läuft also relativ rund in der Wirtschaft. Teils gar zu rund: Inzwischen kämpfen etliche Firmen mit Lieferengpässen beim Material, das sie benötigen. Sabina Schumacher-Heinzer vom Maschinenzulieferer Tecalto ist einmal mehr gefordert. «Am Ende fehlt immer etwas: Entweder sind es die Aufträge, das Personal oder es fehlt an Material», sagt sie. Sie ist einfach heilfroh, dass ihr Leben als KMU-Chefin heute deutlich einfacher ist als noch vor einem Jahr, als statt Material die Aufträge fehlten. Und so geht es momentan den meisten in Interlaken: Die Pandemie ist in den Hintergrund gerückt.


Autor: Oliver Hauri, SRF 4 News

Meistgeklickt

Der Schweizer Optiker im September

  • Nachhaltigkeit – auch im Optikgeschäft ein Thema
  • Augenheilkunde: Heilung bei lange unheilbaren Augenerkrankungen
  • Forschung: Eine neue Grundlage für personalisierte Medizin
  • Betriebsführung: Sind Webinare die Alternative zum Präsenzseminar?
zum ePaper
Bleiben Sie auf dem Laufenden
Die kompetente Fachzeitschrift der Branche und das ofizielle Organ des OPTIKSCHWEIZ und des Schweizerischen Berufsverbands für Augenoptik und Optometrie (SBAO)

 

Schweizer Optiker trägt das Gütesiegel «Q-Publikation» vom Verband Schweizer Medien