Wettbewerb «Prominente Brillenträger»: «Er war ein Narzisst»

16 Jahre regierte er die Bundesrepublik Deutschland – länger als jeder andere Kanzler zuvor. Die einen verbinden seine Ära mit Stillstand und Enge, die anderen feiern ihn noch heute vor allem als «Kanzler der Einheit». 1998 löste ihn Gerhard Schröder (SPD) als Bundeskanzler ab. Sein System der schwarzen Kassen stürzte die CDU schliesslich in die Krise – und kostete ihn den Ehrenvorsitz.  «Er war ein Narzisst», äusserte sich kürzlich Sohn Peter über seinen Vater in einem Interview mit dem ZEIT Magazin.

Geboren ist der in unserem Wettbewerb «Prominente Brillenträger» Gesuchte 1930 in Ludwigshafen am Rhein. Als deutscher  Politiker der CDU war er von 1969 bis 1976 dritter Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz. Von 1982 bis 1998 führte er als sechster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland eine CDU/CSU/FDP-Koalition und wurde damit der Amtsinhaber mit der längsten Dienstzeit. Von 1973 bis 1998 war er Bundesvorsitzender, danach bis 2000 Ehrenvorsitzender seiner Partei.


Nach den zwei verlorenen Bundestagswahlen 1969 und 1972 übernahm er den Bundesvorsitz der CDU und formte sie zu einer Mitgliederpartei um. 1976 erzielte die CDU/CSU mit ihm als Spitzenkandidat das bis dahin zweitbeste Ergebnis bei Bundestagswahlen, konnte aber die sozialliberale Regierung Schmidt nicht ablösen. Kohl gab sein Amt als Ministerpräsident auf und übernahm als Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion die Rolle des Oppositionsführers im Deutschen Bundestag. Nach dem Bruch der sozialliberalen Koalition wurde er am 1. Oktober 1982 durch ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt von CDU/CSU und FDP zum Bundeskanzler gewählt. Das physische wie politische Schwergewicht trieb den Prozess der deutschen Wiedervereinigung 1989/1990 entscheidend voran. Er gilt als ein Motor der europäischen Integration, die in den 1990er Jahren zur Bildung der Europäischen Union und zur Einführung des Euro führte.


Nun die Wettbewerbsfrage: Wie lautet der Name des deutschen Spitzenpolitikers, der vor einem Jahr am 16. Juni im Alter von 87 Jahren verstorben ist?  Das kleine Bild zeigt ihn auf dem Eröffnungsrundgang der CeBIT 1998 in Hannover beim Zentrum für graphische Datenverarbeitung. Die 3D-Brille ermöglichte ihm einen plastischen Blick auf die Darstellung eines menschlichen Herzens (Bild Dpa). Auf dem grossen Bild trägt er ein Modell Metzler mit Federscharnier, Made in Germany, aus den 1990er-Jahren.


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