Keymotions – die Schlüsselemotionen für zukunftsorientierte Visionen

Emotionen sind in der DNA von Unternehmen angelegt. In ihnen stecken auch die Werte, die in einem Unternehmen vorherrschen, und aus ihnen speist sich das Zukunftsbild des Unternehmens, das wiederum das Tun von Unternehmen antreibt. Unternehmen können von Angst und Leid gesteuert sein, aber auch von Hoffnung und Stolz angetrieben sein.

In einigen dieser Emotionen steckt das Potenzial, zukunftsorientierte Visionen und damit Veränderung voranzutreiben. Diese werden deshalb Schlüsselemotionen genannt. Die vier anderen Emotionen, die ebenfalls Grundemotionen von Unternehmen sein können, wirken dagegen eher veränderungshemmend und verhindern echte Visionen. Sie sind keine direkten Antagonisten, wohl aber das negative Pendant zu den vier «Keymotions». Alle hier genannten Emotionen sind dabei als prototypisch zu verstehen.

 

Hoffnung und Angst
Hoffnung ist mit einer positiven Erwartung an das, was die Zukunftsmöglichkeiten bereithalten, verknüpft und daher ein sehr starker Treiber für Zukunftsvisionen, während Angst eher zum aktiven Vermeiden von allem führt, was neu und anders sein könnte.

 

Freude und Leid
Freude ist ein großer Antrieb dafür, etwas voranzubringen und Potenziale zu entfalten, Leid dagegen erzeugt eine Haltung des Nicht-tun-Wollens, der Erstarrung und des Rückzugs.

 


Mitgefühl und Schadenfreude
Mitgefühl lenkt den Fokus auf das, was wichtig ist, vor allem damit es anderen, also beispielsweise den Kunden, gut geht. Schadenfreude zieht die gesamte Energie aus dem Gegenteil, nämlich dem schlechten Schicksal der Konkurrenz, die möglicherweise auch noch zum eigenen Nutzen wird und damit zu Überheblichkeit führt.

 

Stolz und Scham
Stolz hat weniger mit einer Überlegenheitshaltung zu tun, sondern führt dazu, dass die Dinge, die gut geraten oder gelungen sind, für die Zukunft bewahrt und weitergeführt werden. Scham führt demgegenüber zu einer geringen Selbstachtung und zu einer Bescheidenheit, die sehr enge Grenzen für das Denken und Handeln steckt.

 

Erfolgreich in die intensivste Wirtschaft aller Zeiten
Emotionen und Business schließen sich nicht aus, im Gegenteil: Emotionen prägen die Wirtschaft von morgen. Als wichtigste Treiber für menschliches Handeln dominieren sie nicht nur unsere Gesellschaft, sondern auch die bislang stark rationalisierte Wirtschaft. Daher wird es entscheidend sein, wie man als Unternehmer mit diesen Emotionen umgeht.

 

Auszug aus der Studie «Siegeszug der Emotionen – Erfolgreich in die intensivste Wirtschaft aller Zeiten» von Harry Gatterer, erhältlich unter onlineshop.zukunftsinstitut.de/shop/siegeszug-der-emotionen. Herausgeber: Zukunftsinstitut GmbH; Autoren: Harry Gatterer, Matthias Horx, Lea Lösch, Verena Muntschick, Christian Schuldt, Janine Seitz und Christiane Varga; erschienen August 2018, ISBN: 978-3-945647-52-3

 

Lesen Sie dazu auch das Interview mit Wolfgang Lalouschek unter ww.zukunftsinstitut.de/artikel/wolfgang-lalouschek-ueber-schluesselemotionen-in-unternehmen





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